Profil

Angaben zu meiner Person

Name: Benjamin Voigt

Geburtsdatum: 14. Dezember 1989

Geburtsort: Goslar (Harz)

Wohnort: Bonn

Beruf: Philatelist beim Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer Bonn

Hobbies: Philatelie, Modellautos (H0 1:87), Musik, Restaurantbesuche, Oldtimer, Reisen, Lesen

Der Weg zur Philatelie

Als mein Vater im Jahre 1996 in Pension ging konnte er sich wieder verstärkt seinem Hobby „Briefmarken“ widmen, meinem Zwillingsbruder und mir gefielen die bunten gezackten Papierchen auf Anhieb. Unser Vater merkte schnell, das wir uns für Briefmarken interessieren und so wurden mein Zwillingsbruder David und ich schnell mit Pinzette und Lupe ausgestattet um auf „Jagd“ zu gehen. Damals hatte unser Vater uns nahe gelegt eine Ländersammlung klassisch aufzubauen, vielleicht auch aus dem Aspekt falls das Interesse doch nicht so groß ist diese besser verkaufen zu können als eine Motiv-Sammlung oder ein „Sammelsurium“. Ich entschloss mich damals, ebenso wie mein Bruder für eine Sammlung „Bundesrepublik Deutschland ab 1949 in gestempelter Erhaltung“, diese Sammlung existiert auch heute noch. Als erstes wurde eine Fehlliste erstellt und dann durfte ich mit Hilfe des damaligen Michel-Deutschland-Katalogs aus den Dublettenbeständen Marken für meine Sammlung raussuchen. Von meinem Vater hatte ich gelernt, das es wichtig ist das eine Briefmarke klar lesbar gestempelt ist, so war mein Ziel in meine Sammlung nur solche Marken aufzunehmen bei denen Ort und Datum des Stempels lesbar waren.

Nach einigen Jahren und etlichen Tauschtagen war diese Sammlung inkl. Heuss Lumogen, Heuss liegendes Wasserzeichen und einiger anderer Varianten komplett. Ein weiteres Betätigungsfeld musste her, da die Sammlung nicht mehr kontinuierlich gewachsen ist. Durch einen Braunschweiger Sammler wurde ich auf die Ausgabe „Berliner Bauten I“ – unter Westberlin Mi.-Nr. 42/60 aufmerksam gemacht und sammelte diese fortan speziell nach den Plattenfehlern und Besonderheiten, dazu muss man wissen das praktisch fast jede Marke dieser Ausgabe besondere Merkmale hat. Eine Marke ohne Abweichung ist praktisch seltener als solche mit Abweichung. Insgesamt dürfte die Sammlung mittlerweile einige tausende Marken umfassen.

Als ich im Jahre 2008 eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich suchte, habe ich mich beim Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer um einen Ausbildungsplatz als Kaufmann im Groß- und Außenhandel beworben. Im Jahre 2011 habe ich diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und wurde im Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer übernommen.

Seit etwa 2008 habe ich mich auch verstärkt für Altdeutschland interessiert, da ich ein klassisches Sammelgebiet sammeln wollte. Die Wahl fiel aufgrund der Materialfülle und den zumeist günstigen Preisen auf Preussen. Bis heute habe ich diese Entscheidung nicht bereut.

Ebenso bin ich dann auf der Briefmarkenmesse Essen im Jahre 2012 in die Arbeitsgemeinschaft Preussen des BdPh eingetreten. Der dortige Kontakt zum Erfahrungsaustausch mit gleichgesinnten Sammlern ist immens. Ebenso bin ich in den Briefmarkensammlerverein Beuel 1946 e. V. eingetreten, nachdem ich die Jahre zuvor ohne Vereinszugehörigkeit mich weiter mit der Philatelie beschäftigt habe.

Im Jahre 2014 bin ich in den Verband Philatelistischer Prüfer e. V. aufgenommen wurden und im Oktober desselben Jahres als Prüfer für das Sammelgebiet „Preussen Markenausgaben 1850 – 1867 inkl. Ganzsachen, Probedrucken, Essays“ zugelassen worden.

Im Sommer 2014 bin ich in die Arbeitsgemeinschaft „Braunschweig – Hannover“ des BdPh eingetreten, da mich die nachverwendeten Hannover-Stempel auf Preussen-Marken interessieren. Durch die Mitgliedschaft in dieser Arbeitsgemeinschaft erhoffe ich mir einen Erfahrungsaustausch mit gleichgesinnten Sammlern.

Highlights während meiner Tätigkeit als Philatelist im Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer

Auflösung einer kompletten Sammlung Sudetenland – Rumburg in postfrischer/ungebrauchter und gestempelter Erhaltung mit zahlreichen Raritäten wie u. a. „tropfenförmiges Ausrufezeichen“

Entdeckung Japanischer Erstausgaben in Bogenteilen und Bearbeitung dieser für eine Auktion

Annahme und Auflösung der Ausnahme-Sammlung „Rolf Pingel“ – Deutschland und Westeuropa – Sonderkatalog mit 1.500 Losen und einem Verkaufserlös von ca. 560.000 Euro

Entdeckung Deutsches Reich Mi.-Nr. 22U 5 Gr. Brustschild gestempelt „Daber“, Abart „Ungezähnt“

Auflösung der Sammlung „Drachenfels“ 137. Auktion Dr. Reinhard Fischer (Folgeauktionen einige weitere Lose dieser Qualitätssammlung)

Bearbeitung der aussergewöhnlichen Sammlung von Horst Kühner – Sonderkatalog mit 600 Losen und einem Erlös von ca. 520.000 Euro

Bearbeitung der Sammlung „Eifelperle“ – Deutsches Reich 1872 – 1945 Spezial sowie Deutsche Besetzungsausgaben 1939 – 1945 (150. Auktion Dr. Reinhard Fischer)

Bearbeitung der Sammlung „Alstergold“ Deutschland Generalsammlung 1872 – 1949 mit zahlreichen Raritätem und Besonderheiten

Bearbeitung einer Spezialsammlung „Deutsche Besetzung II. Weltkrieg – Frankreich – Dünkirchen – St. Nazaire – Festung Lorient – Legionsausgaben

Bearbeitung der Sammlung „Reval“ – Deutsche Bestezung II. Weltkrieg – Estland mit Lokalausgaben, diverse andere Markenländer wie Memelgebiet und Libau

Bearbeitung der Sammlung „Traum von Linz“ – Alle Welt Generalsammlung mit Schwerpunkt auf Deutschland und Westeuropa, hunderte Einzellose (mehrere Auktionen)

Bearbeitung der Sammlung „Postamtsrat Friedrich Schneider“ – auch einen Teil dieser einmaligen Sammlung speziell SBZ Ostsachsen durfte ich für die 158. Auktion Dr. Reinhard Fischer bearbeiten

Auch viele anderer Sammlungen mit großen und kleinen Raritäten konnte ich während meiner Tätigkeit schon für die Auktion aufbereiten, die Liste stellt nur einige der „vielen Higlights“ vor.